Movie Review: Our Idiot Brother

Ned (Ned Rochlin) is an idealistic and all around nice guy. He’s just selling his organic dynamic harvests on a market, when he’s being approached by a cop having a bad day, looking for some weed. Ned offers him some and since the cop won’t accept it for free, takes some money and therefore goes straight to jail. Eight months later, he’s released on parole for good behaviour, but his hippie girlfriend now has a new guy and will even keep his dog. So he needs a new place to live and stays with his mother. But since that’s not working out for him, he goes to crash with his sisters… and messes up their lives.

A comedy drama with several storylines connected through Ned. Now, unlike the mix of comedy and drama I saw a few weeks ago (50/50), this one is focussing more on the comedy part. Actually this is like a romantic comedy, that’s stronger on the funny side and swaps the romantic for drama, while also keeping some of those romantics. Complicated? No, it’s just to show how indifferent I am about this movie. I’m not saying it’s bad, but it’s not really good either. It’s nice to watch, but doesn’t show anything new. Actually you know the side-stories from many other romantic comedies, just shortened down to the basic stuff. Again, that makes me indifferent, for it makes those stories more bearable, but then again it’s leaving things out and still makes it predictable. So my general recommendation for this movie is: Meh.

Link: IMDB: Our Idiot Brother

Movie Review: 50/50

Adam (Joseph Gordon-Levitt) is 27 years old, has a loving girlfriend (Bryce Dallas Howard), works as a writer for a local radio station and is a genuine nice guy. Life is good, until he learns that he has a rare case of spinal cancer, leaving him with a 50% chance to survive it. With the help of his best friend Kyle (Seth Rogen), his overprotective mother (Anjelica Huston) and the young postgraduate therapist Katherine (Anna Kendrick), he tries to tackle chemotherapy. Everyone has their own way to handle Adam and his disease, but is there really a way to help him as the cancer starts to take its tolls?

This movie is inspired by a true story, the story of the writer Will Reiser, and Seth Rogen was really his friend in those hard times in real life. Now, combining drama and comedy is something difficult to do, but the director Jonathan Levine and writer Will Reiser manage to keep it at a good balance, at 50/50 if you like, without melodramatising it or turning it into a laughing stock. The story may pick up slow, but gets really good, revealing the difficulties Adam has to face and the friendship he receives. What I also like about the movie is the lack of romance. Sure, there is this thing going on, but it’s really subtle and the movie would be about the same without it. They are not ruining the touching plot with a cheesy love story. On the story downside, there are a few things that seem neglected, like Adam’s job or his old greyhound Skeletor. They are not important for the story, but the way they are introduced and sometimes mentioned, you get the feeling that there should be more to it. Levitt’s acting is really good and you can feel all the different moods and stages his character goes through. And I’m really surprised, that Rogen cannot only play the funny parts, but the serious ones as well. It’s also mainly thanks to his contribution, that the movie avoids drifting into a depressing one and can keep its drama/comedy balance. The characters are likeable and generally played well. Overall quite a good movie to recommend. So, unless you prefer mindless action flicks or stupid comedies, go see this one, I enjoyed it.

Deutscher Titel: 50/50 – Freunde fürs (Über)Leben
Links: IMDB: 50/50, IMDB: This Review

Filmkritik: Elementarteilchen

Bruno (Moritz Bleibtreu) und Michael (Christian Ulmen) sind Halbbrüder. Sehr unterschiedliche Halbbrüder. Während Michael ein introvertierter Wissenschaftler ist und es sein Hauptstreben ist, eine sexlose Möglichkeit der Fortpflanzung zu entwickeln, befindet sich Bruno, ein prollintellektueller Hobbyschriftsteller, in einer sexuell frustrierten Phase, die auch seinem Job als Lehrer im Weg steht.

Dieser kurze Absatz sollte als Einführung reichen. In diesem Film geht es, wie könnte es anders sein, zum großen Teil um Sex. Es handelt sich um eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Michel Houllebecq, der damals schon für jede Menge Gerede und Skandale gesorgt hat. So heißt es zumindest. Ich hab davon nix davon mitbekommen und gelesen hab ich das Buch auch nicht. Ich bezweifle aber, dass dieser Film an dieses Erbe anknüpft, also ist davon auszugehen, dass die Story wieder einmal für die Leinwand entschärft wurde und somit einige Fans des Buchs enttäuschen wird. Nichts desto trotz ist Elementarteilchen ein recht guter Film, für deutsche Verhältnisse. Wird vermutlich eine der 1-3 guten deutschen Produktionen in diesem Jahr sein. Aber immerhin. Schauspielerisch ist die Leistung durchaus annehmbar, wobei grade Bleitreu die Wertung nach oben reißt. Und Franka Potente macht sich sowieso immer gut auf der Leinwand, auch wenn die Leistung in diesem Film etwas schwach wirkt, könnte aber auch an der Rolle liegen.

Link: IMDB: Elementarteilchen

Filmkritik: Das Wunder von Bern

Deutschland 1954, der Krieg ist vorbei und das Land am Beginn des Wirtschaftswunders. Auch die Familie Lubanski hat sich von den Folgen des Krieges erholt, muss aber ohne den Familienvater Richard (Peter Lohmeyer) auskommen, der immer noch in Kriegsgefangenschaft ist. Die Mutter Christa (Johanna Gastdorf) hat mit Hilfe ihrer Tochter Ingrid (Birthe Wolter) eine kleine Gastwirtschaft aufgebaut, welche den Großteil des Familieneinkommens liefert und Bruno (Mirko Lang), der ältester Sohn, verdient ein paar Mark als Musiker dazu. Matthias (Louis Klamroth) ist der jüngste Spross der Familie, er kam zur Welt als Richard im Krieg war, und ist Fußballbegeistert. Sein Idol und Ersatzvater ist der angehende Nationalspieler Helmut “Boss” Rahn (Sascha Göpel), der für seinen Lieblingsverein, Rot-Weiß Essen spielt. Doch das Familienleben gerät ins wanken, als Richard aus der Gefangenschaft zurückkehrt und sich als Familienoberhaupt behaupten will. Für Matthias ist das aber nicht die einzige Sorge. Er wäre lieber in der Schweiz, bei der Fussball Weltmeisterschaft, denn er weiß, dass der “Boss” ohne ihn als Glücksbringer nicht gewinnen kann.

Ich denke ich verrate nicht zuviel, wenn ich gleich sage, dass Deutschland diese WM gewonnen hat. Das sollte Allgemeinbildung sein, denn dieser Film basiert auf einer wahren Begebenheit. Man kann das auch nicht oft und deutlich genug sagen, denn für die meisten ist es schon reine Fiktion, dass die deutsche Fußballnationalmannschaft (der Herren) mal eine Meisterschaft gewinnt. Das Wunder von Bern ist einer der besten deutschen Filme, die ich seit sehr langer Zeit gesehen habe. Er erinnert mich von der Botschaft her an Seabiscuit, doch man wird hier nicht von dem Patriotismus erschlagen. Die Weltmeisterschaft gab der Nation damals Hoffnung und vielleicht wird versucht das mit dem Film auch zu erreichen, jetzt am Anfang eines neuen Aufschwungs. Es werden im Grunde drei Geschichten erzählt. Die der WM, die der Lubanskis, einer Familie aus der Arbeiterschicht, und am Rade die Geschichte eines frisch verheirateten Pärchens aus den gehobeneren Schichten. Die Story ist wie gesagt wahr und wunderbar inszeniert ohne kitschig zu werden. Sehr gute Charaktere, die hervorragend von ihren Schauspieler umgesetzt werden. Speziell sei hier das Vater-Sohn Gespann von Peter Lohmeyer und Louis Klamroth genannt, die auch im richtigen Leben eine Familie sind und schon allein dadurch eine gute Chemie haben. Sönke Wortmann, den man nach “Kleine Haie” und “Der bewegte Mann” schon fast vergessen wollte, hat mit diesem Streifen mal wieder ein gutes Stück deutschen Film auf die Leinwand gebracht, etwas was man leider viel zu selten in letzter Zeit sieht. Auch wer sich nicht besonders für Fußball erwärmen kann, wird an diesen zwei Stunden rund um das runde Leder gefallen finden.

Wertung: 5/6
Link: IMDB

Filmkritik: Seabiscuit – Mit dem Willen zum Erfolg

Amerika während der Wirtschaftskrise. Das Geld liegt nicht mehr auf der Straße, Firmen gehen bankrott und einen Job zu finden ist fast unmöglich. So auch für die Eltern von Red Pollard, welche mal sehr vermögend waren und es sich sogar erlauben konnten Red ein Pferd zu kaufen. Aber die Zeiten in denen er wie ein junger Gott reiten konnte sind vorbei. Doch durch einen glücklichen Zufall gelingt es den Pollards, wenigstens Red sicher unterzubringen und ihm eine Zukunft zu ermöglichen. Nicht ganz so schwer hat die Wirtschaftskrise Charles Howard (Jeff Bridges) getroffen, er schafft es mehr oder weniger seinen Lebensstandard als Millionär und Automobilverkäufer aufrecht zu erhalten. Trotzdem muss er einen schweren Schicksalsschlag erleiden, als sein Sohn bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt und ihn seine Frau daraufhin verlässt. Vom Schicksal gebeutelt sucht er Zerstreuung in Mexiko, wo die Prohibition nicht greift. Beim Pferderennen kommt ihm die Idee sich von nun an damit zu beschäftigen. Doch hat er selbst wenig Ahnung von Pferden, er braucht also Hilfe und die bekommt er von Tom Smith (Chris Cooper), der ein außergewöhnliches Talent mit Pferden hat. Tom überredet Charles dazu ein wildes, viel zu kleines Pferd Namens Seabiscuit zu kaufen, in dem er viel Potential sieht. Doch wer kann so ein wildes Pferd zähmen, ganz zu schweigen davon es zu reiten. Es müsste jemand sein, der selbst unzähmbar ist. Zum Beispiel der viel zu große Jockey Red Pollard (Tobey Maguire), der sich regelmäßig in den Hinterhöfen prügelt. Ein Pferd das zu klein ist, ein Jockey der zu groß ist, ein Trainer der zu alt ist und ein Sponsor der zu dumm ist es zu merken. Gemeinsam versuchen sie an die Spitze zu reiten und gegen das schnellste Pferd im Land, War Admiral, zu bestehen.

Der Film basiert auf einem Buch von Laura Hillenbrand, welches wiederum auf einer wahren Geschichte aus den dreißiger Jahren beruht. Drei gebrochene Männer finden sich zusammen, um mit einem gebrochenen Pferd Rennen zu gewinnen. So weit so gut. Das Ganze ist aber mit soviel patriotischer “Geschichtsstunde” gewürzt, dass man teilweise glaubt in der falschen Schule zu sein. Es ist zwar nur bedingt aufdringlich, aber die Geschichte von einem Pferd, das der Nation wieder Hoffnung gibt, ist vielleicht ein bisschen übertrieben dargestellt, egal wie true die story ist auf er es based. Es geht in dem Film zwar nicht nur um ein Pferd, das im Kreis läuft, es hat schon mehr Tiefe. Allerdings werden viele der Charakterzüge und Eigenschaften der Charaktere nicht richtig ausgespielt. Vieles wird erwähnt und erscheint wichtig, aber für den Rest des Films kann man zum Beispiel die halbe Blindheit von Red vergessen. Am Anfang werden die Charaktere recht schnell vorgestellt, so dass man Schwierigkeiten hat alle richtig einzuordnen. Danach geht es in relativ normalem Tempo voran, nur kurz vor Ende wird es etwas langatmig. Die stellenweise aufkommende Langeweile fällt aber zum Glück nicht sonderlich ins Gewicht, denn die Schauspieler, gerade Chris Cooper und Tobey Maguire, bringen eine hervorragende Leistung auf die Leinwand. Und die rasant und dynamisch gefilmten Rennszenen (für die echte Jockeys engagiert wurden und die Schauspieler reiten lernen mussten) erzeugen eine gute Spannung für den Zuschauer, so dass man kein schlechtes Gefühl hat, wenn man aus dem Kino läuft. Doch so gut die Mache des Films ist, es ist doch kein Film für jedermann, viele werden sich langweilen.

Wertung: 4/6
Originaltitel: Seabiscuit
Links: IMDB

Filmkritik: Tränen der Sonne

Nigeria. Rebellen führen einen Militärputsch an der herrschenden Königsfamilie durch, was das Land ins Chaos stürzt. Lieutenant A. K. Waters (Bruce Willis) ist Leiter eines SEALS Teams der US Navy. Zusammen mit seinem Team wird er in ein kleines Dorf in Nigeria geschickt, um dort die amerikanische Ärztin Dr. Lena Fiore Kendricks (Monica Bellucci), sowie einen Priester und zwei Nonnen zu retten, bevor sie Opfer der ethnischen Säuberung werden, welche die Rebellentruppen durchführen. Doch Dr. Kendricks erweist sich als äußerst unkooperativ. Sie weigert sich ohne ihre Patienten und die anderen Leute im Dorf zu gehen, welche auch Opfer der Rebellen werden würden. Rettung all dieser Menschen ist nicht möglich, das weiß Lt. Waters. Dennoch entschließt er sich das Dorf so weit es möglich ist zu evakuieren. Schnell merken sie, dass sie verfolgt werden, denn die ersten Spähtrupps lassen nicht lange auf sich warten. Trotzdem erreichen sie unbeschadet den Treffpunkt mit den Rettungshubschraubern. Doch hier zeigt sich die wahre Absicht von Lt. Waters, der die Dorfbewohner nur mitgenommen hat um Dr. Kendricks ohne größeren Wiederstand zu retten. Die Hubschrauber mit dem SEALS Team und der Ärztin befinden sich schon auf dem Rückweg, als sie bei einem Überflug über das Dorf feststellen müssen, dass der gesamte Ort und seine restlichen Einwohner einem Massaker zum Opfer gefallen sind. Lt. Waters bekommt Zweifel und beschließt umzukehren, um den evakuierten Einwohnern, die sie im Dschungel zurück gelassen haben, dieses Schicksal zu ersparen.

Worum geht es? Ist es ein Kriegsfilm? Geht es um die Moral die selbst gestandene Soldaten haben? Bringt der Film die Botschaft, dass es auch in schlimmen Situationen immer Hoffnung und einen Ausweg gibt? Ist es ein weiterer Werbefilm für die ach so herrliche Armee der Vereinigten Staaten? Soll es am Ende gar ein Liebesfilm sein? Ja, der Film kommt einem recht unschlüssig vor. Die Schauspielerei ist größtenteils gut, wobei die Auswahl der Schauspieler teilweise so wirkt als ginge sie mehr nach Aussehen, als nach Talent. Der Verdacht kommt auch auf, wenn man sieht wie relativ Bartwuchs ist und das man auch nach Tagen im Dschungel ein dezentes Makeup unter dem Dreck im Gesicht hat. Bruce Willis schafft es auch mit wenig Text und Mimik richtig zu wirken und seine Rolle gut zu spielen. Monica Bellucci braucht sich ebenfalls nicht zu verstecken, auch wenn ihre Rolle schlecht geschrieben wurde. Die Story ist recht gut und interessant, kann aber nicht 100%ig überzeugen, zum einen durch die oben genannte Unschlüssigkeit, zum anderen durch den teilweise mangelnden Realismus was militärische Vorgehensweisen angeht. Ich glaube zum Beispiel nicht, dass die Vorgesetzten im Sinn hatten, dass man sein Team aufs Spiel setzt um sich in Dinge einzumischen, in die man sich nicht einmischen darf, ebenso unwahrscheinlich das es toleriert wird. Aber so verstehe ich, wieso ein Mann Ende 40 nur einen niederen Offiziersgrad belegt. Ich frage mich auch, wieso der direkte Vorgesetzte, gespielt von Tom Skerritt, unbedingt vom Flugdeck des Trägerschiffes mit dem Team telefonieren muss, es gibt weitaus weniger gefährliche Orte auf dem Schiff und vor allem leisere. Die Regiearbeit von Antoine Fuqua ist unter dem, was man von einem Mann der Training Day abgeliefert hat erwartet. Alles in allem ist der Film unterhaltend, man kann etwas Action sehen, wenn auch nicht viel, und für einen kriegsbasierten Film ist erstaunlich viel Plot drin. Aber für mehr als eine Mittelwertung reicht es nicht. Eine Empfehlung den Film anzusehen oder nicht kann ich auch nicht geben, dafür ist die Zielgruppe zu ungenau und die Meinungen sind zu verschieden.

Wertung: 3/6
Originaltitel: Tears of the Sun
Link: IMDB

Filmkritik: Whale Rider

Die Maori sind ein alter Stamm auf Neu Seeland, die glauben, dass ihre Vorfahren auf einem Wal übers Meer geritten kamen. Die Maori sind traditionsbewusst, doch leider werden diese Traditionen und die Gemeinschaft des Stamms immer schwächer. Für den Häuptling Koro (Rawiri Paratene) ist klar, er braucht einen starken Nachfolger, der die Maori zusammenhält und in die Zukunft führt. Er setzt alle Hoffnung in seinen ungeborenen Enkel. Doch leider gibt es bei der Geburt Komplikationen, der Enkel stirbt und nimmt seine Mutter mit sich, einzig die Zwillingsschwester überlebt die Geburt. Aufgelöst und verzweifelt verschwindet der Vater des Mädchens nach Europa. Das Kind wächst bei seinen Großeltern auf, doch Koro hat Schwierigkeiten damit Paikea (Keisha Castle-Huges) zu akzeptieren, da sie ein Mädchen ist und sein Erbe nicht antreten kann. Nach über zehn Jahren hat Koro die Hoffnung aufgegeben, dass ihm sein Sohn einen Nachfolger schenken wird. Er beschließt alle erstgeborenen Söhne des Stammes in den alten Traditionen zu unterweisen, um dann aus ihnen einen Nachfolger zu erwählen. Heimlich beobachtet Paikea den Unterricht, worüber Koro erbost ist, da es für ein Mädchen gegen die heiligen Traditionen verstößt. Doch Paikea bleibt unbeirrt…

Dieses Drama basiert auf einem Roman von Witi Ihimaera, der selbst Maori ist. Es wird eine Geschichte über Gleichberechtigung, Traditionen und Gemeinschaft erzählt. Auch wenn es Anfangs etwas langsam angeht, so gewinnt der Film schnell an mehr und mehr Tiefe. Die Story ist zwar simpel, aber packend und gut. Die Geschichte verliert sich nicht in haufenweise kleine Nebenplots, sondern geht immer an seinem roten Faden entlang. Die Arbeit des Teams ist gut gelungen und die schauspielerischen Leistungen sind hervorragend, wobei man besonders Keisha Castle-Huges hervorheben sollte, welche für ihr Alter eine mehr als beachtliche Leistung hingelegt hat. Whale Rider inspiriert dazu sich mehr mit den eigenen Traditionen auseinander zu setzten, wie auch mit denen anderer Kulturen. Alles in allem ein sehr guter Film für die ganze Familie, der aber besonders für Jugendliche zu empfehlen ist.

Wertung: 5/6
Link: IMDB

Filmkritik: Gefühle, die man sieht… – Things you can tell

Ein Episodenfilm über fünf Frauen und kurzen Einblicken in ihre Leben, die mehr oder weniger lose miteinander verknüpft sind. Allen verlangt es nach etwas, alle versuchen mit ihren unterschiedlichen Leben auf ihre Weise klar zu kommen. Dr. Keener (Glenn Close) ist Ärztin und alleinstehend. Sie kümmert sich fürsorglich um ihre alte gebrechliche Mutter. Eines Tages lässt sie sich von der Freundin einer Bekannten die Tarotkarten legen, um mehr über sich selbst zu erfahren. Rebecca (Holly Hunter) hingegen ist Managerin einer Bank. Sie hat nebenbei einige Affären, auch mit verheirateten Männern. Während einer Zigarettenpause freundet sie sich mit der Obdachlosen Nancy an, die ihr erstmals sehr bestimmt die Meinung sagt. Rose (Kathy Baker) ist eine alleinstehende Mutter. Sie führt zusammen mit ihrem etwas vorlauten und frühreifen Sohn ein angenehmes, aber einsames Leben. Doch eines Tages zieht der kleinwüchsige Albert im Haus gegenüber ein und weckt ihr Interesse. Christine (Calista Flockhart) ist lesbisch und nicht allein. Aber ihre Partnerin Lilly leidet offenbar an Krebs und wird nicht mehr lange zu leben haben. Carol (Cameron Diaz) ist blind und lebt mit ihrer Schwester Kathy zusammen, die gerade an einem Selbstmordfall einer alten Schulfreundin arbeitet. Carol hat ein gesundes Liebesleben, besser als das ihrer Schwester. Doch welche von den beiden ist unglücklicher?

Wie schon gesagt ein Episodenfilm. Solche Filme werden nur selten in großem Rahmen gedreht. Der Film kam auch schon 2000 in die amerikanischen Kinos und hat es erst jetzt nach Deutschland geschafft. Ich bin hin und her gerissen was diesen Film betrifft. Der Titel ist wirklich sehr treffend, man kann die Gefühle sehr gut sehen bei den Darstellerinnen. Man sieht ihre Angst, ihre Zweifel, ihre Sorgen, ihre Freude, ihre Sehnsüchte, ja man sieht ihnen einfach an, was sie fühlen. Eine Frau die anderen weh tut ohne es zu merken, eine Frau die gefestigt ist und Aufgrund dessen zerbricht. Auch die Nebendarsteller wie Penelope Allen, Amy Brenneman oder Danny Woodburn stehen den Hauptcharakteren in nichts nach. Die schauspielerische Leistung ist hervorragend. Auch die Geschichten und die ganze Ausarbeitung sind sehr gut gelungen. Man könnte sagen, dass die Hauptdarsteller unlogisch unglaubwürdig reagieren. Aber das ist Betrachtungssache. Kein Mensch reagiert gleich. Das Leben ist nun mal nicht wie in Pretty Woman. Und so mag man vielleicht normal nicht nachvollziehen können, wieso sich die Personen so verhalten, aber für die Charaktere ist es beispielhaft, passend und so doch wieder nachvollziehbar. Auf der negativen Seite ist der Film aber auch einfach nur langweilig. So und hier startet wieder mein persönliches kleines Dilemma. Der Film ist gut gemacht, aber langweilig. Bewegend, aber nicht unterhaltend. Gute Note oder schlechte Note, das ist hier die Frage. Ich entscheide mich für das Mittelmaß. Jeder muss selbst wissen ob ihm ein solcher Film gefallen kann. Von der filmerischen Leistung her lohnt er sich allemal, aber wer Spaß will, sollte besser woanders reingehn. Man kann zwar Witze über den Film machen, aber wer in diesen Film geht, will ihn genießen, da stört man dann nur wenn man es nicht genau so sieht.

Wertung: 3/6
Originaltitel: Things You Can Tell Just by Looking at Her
Link: IMDB

Filmkritik: Die Vier Federn

Großbrittanien 1884. Harry Faversham (Heath Ledger) gehört zusammen mit seinen Kameraden zu einem angesehenen Offiziersregiment ihrer Majestät, der Königin. Sie führen ein Leben voll Ehre, Kameradschaft und Freude. Bis das Regiment eines Tages in den Krieg im Sudan einrücken soll. Harry, der sich gerade frisch mit Ethne Eustace (Kate Hudson) verlobt hat, bekommt es mit der Angst zu tun und tritt deshalb aus dem Militär aus. Von diesem Zeitpunkt wenden sich seine Freunde und Kameraden, sein Vater und sogar seine Verlobte von ihm ab. Drei seiner engsten Kameraden und Ethne geben ihm außerdem noch je eine weiße Feder, das Zeichen der Feigheit. Als Harry eines Tages hört, dass die Lage im Sudan schlecht ist, kann er mit seiner Schande nicht weiterleben und folgt dem Regiment, um seinen Freunden beizustehen. Versteckt im Hintergrund versucht er ihnen zu helfen und trifft dabei auf Abou Fatma (Djimon Hounsou), der sich ihm als Schutzengel anschließt, da Gott ihm Harry über den Weg geschickt hat. Währenddessen fängt einer von Harrys alten Kameraden und engster Freund, Jack Durrance (Wes Bentley), an, mit Ethne anzubandeln.

Womit die Story dieses Dramas nur knapp angerissen wäre. Hierbei handelt es sich um die siebte oder noch höhere Verfilmung des gleichnamigen Romans von A.E.W. Mason. Die Story ist tiefgründig, spannend, emotionell und gut umgesetzt. Man glaubt anfangs gleich zu wissen wie der Film weiter gehen wird, weil es nach den üblichen Klischees aussieht und wird deshalb gelangweilt. Aber sobald es richtig los geht, wird man immer wieder überrascht und unterliegt der Spannung und Atmosphäre des Films. Auch Kameraführung und die Choreografie, besonders in der Schlachtszene können überzeugen. Es gibt leider ein paar Dinge die nicht richtig zur Geltung kommen, wie die Beziehung von Harry zu Ethne und vor allem der Abbruch als sie ihm die letzte Feder gibt, was gar nicht dargestellt wird. Das ist einer der Punkte die vor allem Kenner der Story anmeckern werden. Aber trotz solch kleiner Mängel ist dies ein hervorragender Film und absolut sehenswert. Ach ja, man mag sich an das Motto von Blackhawk Down erinnert fühlen, das keiner zurückgelassen wird. Aber keine Sorge, der Film hier ist anders und viel besser.

Wertung: 5/6
Originaltitel: The Four Feathers
Link: IMDB

Filmkritik: Hard Ball

Conor O`Neill (Keanu Reeves) verdient seinen Lebensunterhalt damit, dass er Eintrittskarten auf dem Schwarzmarkt verhökert. Nebenbei versucht er sich immer wieder mit Wetten, aber hat hier kein Glück, weshalb er in tiefen Schulden und damit auch in Ärger steckt. Ein Freund will ihm etwas aushelfen, allerdings nicht ohne Gegenleistung. Er will das Conor ein Baseball-Team von Ghetto-Kids trainiert. Widerwillig nimmt er den Job an, doch mit der Zeit lernt er die Kids und damit auch ihre Probleme kennen.

Ein Drama, ein etwas kitschiges, um genau zu sein. Eigentlich wird nix Neues gebracht, alte Klischees werden fleissig aufgewärmt und in einem etwas fad schmeckenden Brei vorgesetzt. Ich weis nicht, aber das hundertste Team junger Sportler, die von unten nach oben kommen, macht die Grundidee irgendwie nicht besser. OK, er ist nicht so schlimm geraten und bietetetwas Storytiefe, doch vom Hocker haun tut er wirklich nicht.

Wertung: 2/6
Link: IMDB